Roman

Die verborgenen Stimmen der Bücher von Bridget Collins

Emmett Farmer lebt auf dem Hof seiner Eltern, er arbeitet hart und geht davon aus, dass er den Hof eines Tages übernehmen wird. Dann befällt ihn eine rätselhafte Krankheit und kaum hat er sich von dieser erholt, flattert ein Brief ins Haus. Eine Buchbinderin will Emmett als Lehrling. In Emmett Farmers Welt werden Bücher verachtet, wie auch die Menschen die mit ihnen zu tun haben. Eine Sonderstellung nehmen die Buchbinder ein. Sie stehen abseits, werden gefürchtet und mit Skepsis betrachtet, obwohl das Binden als ehrbares Handwerk anerkannt ist. Denn diese Buchbinder haben eine Gabe, sie können einem Menschen die Erinnerungen nehmen, die er nicht mehr ertragen kann, bindet sie in ein Buch und bewahrt dieses sicher auf.

Der englische Titel des Buches ist The Binding und gefällt mir fast besser, denn nahezu gefesselt war ich von der ersten Seite an. Das Buch wird in drei Teilen erzählt. Es beginnt mit Emmetts Lehre zum Buchbinder, die ein abruptes Ende durch den Tod seiner Meisterin nimmt und ihn zu einem anderen Binder bringt. Der zweite Teil erzählt Emmetts Geschichte vor seiner Krankheit und seiner verbotenen Liebe zu Lucian, an die er sich nun wieder erinnert. Der dritte Teil wird aus Lucians Sicht erzählt.

Die verborgenen Stimmen der Bücher ist eines der Bücher, in denen man versinkt und am liebsten bleiben würde. Leicht geschrieben, tiefsinnig und berührend.

Karin Braun, Jahrgang 1957, geboren in Pinneberg. Karin Braun, floh die Kleinstadt schnell. Es folgten kurze Ausflüge in verschiedene Berufe, um schließlich beim Schreiben zu landen. Karin Braun lebt in Kiel und arbeitet als Autorin, Literaturbloggerin, Herausgeberin – kurz: sie macht was mit Büchern ... und mit Fotos.

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