• Krimi

    Der letzte Grund von Volker Pesch

    Es beginnt damit, dass der Traditionssegler Sansibar auf den Grund des Rostocker Hafens sinkt. Eigentlich kein Fall für Hauptkommisarin Doro Westkamp, wäre da nicht eine Leiche in einer der Kabinen und die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Unfall handelt, mit jedem Tauchgang geringer wird. Es ist ohnehin so einiges los in Rostock. Ein Kollege von Doro Westkamp wird als Mitglied einer rechtsradikalen Terrorgruppe verhaftet und dass der Schiffsuntergang und das Verschwinden des Bootsmannes damit in Verbindung stehen könnte, scheint immer wahrscheinlicher.

    Volker Pesch geht viele Themen auf einmal an in „Der letzte Grund“. Rechtsextremismus, Beutekunst, Mord und Burn out. In der Regel geht so etwas schief, daher habe ich auch ein wenig skeptisch zu lesen begonnen und wurde angenehm überrascht. Volker Pesch hält die Fäden seiner vielschichtigen Handlung meisterhaft in der Hand und hat mit „Der letzte Grund“ einen echten Pageturner geschaffen, und mit Doro Westkamp eine interessante Ermittlerin eingeführt, von der man gerne mehr lesen möchte.

    Einziger Wermutstropfen, aber dass ist nun wahrlich ein ganz persönlicher, der Polizeiseelsorger Tom Schroeder, Peschs Protagonist früher Werke, hätte gerne ein wenig mehr Raum einnehmen dürfen.

    Das Buch erscheint am 28. April 2021

  • Sachliches

    China Japan – Zwei Reiche unter einem Himmel von Kai Vogelsang

    Gastbeitrag von Viktor Braun

    Ein Buch über etwa 500 Seiten, wobei der eigentliche Text „nur“ etwa 400 Seiten umfasst, kann natürlich an der gemeinsamen 4 000-jährigen Geschichte der beiden Staaten – besser ausgedrückt, Regionen, denn in den ersten Jahrtausenden konnte man da nicht von Staatsgebilden reden- eigentlich nur an der Oberfläche kratzen, sollte man denken. Trotzdem ist es Kai Vogelsang gelungen, die wechselhaften kulturellen, politischen und Handels-Beziehungen über die Jahrtausende gut zu beleuchten. Beim studieren des Buches wird einem auch gewahr, dass da ganz schön viel Arbeit drinsteckt.

    Es ist kein Buch, das man einfach so wegliest, denn es ist vollgestopft mit Informationen, die man Schritt für Schritt verdauen muss. Im 100-seitigen Anhang werden die z. T. noch etwas erläutert, Quellenhinweisen für weiterführende Studien interessierter Leser werden auch reichlich mitgeliefert.

    Einiges an den widersprüchlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten wird aber klarer, wenn man dieses Buch gelesen hat. Man erkennt, dass die wechselvolle Geschichte, in der zuerst die Chinesen aber im Laufe der Jahrtausende auch öfter mal die Japaner in Kultur und Wissenschaft dem jeweils anderen Kulturkreis voraus waren und diesen durch Wissens– und Techologietransfer wiederum befruchteten, schon immer voller Widersprüche war.

    Es liefert einige überraschende Erkenntnisse, die auch die westliche Überheblichkeit etwas dämpfen könnten. Aber auch die Heuchelei der westlichen Moralisten in ihrem Reden und Handeln (nicht nur) gegenüber den ostasiatischen Völkern werden entlarvt: Japan wurde erst in den Kreis der „zivilisierten“ Staaten aufgenommen, nachdem es gezeigt hatte, dass es andere Staaten (Russland) mit militärischen Mitteln besiegen konnte, wobei es mit dem Westen ebenbürtiger Grausamkeit agierte.

    Trotz der (relativen) Kürze ist es ein Buch, das uns Lesern das Verständnis dieser beiden ostasiatischen Kulturen,  inzwischen Staaten näher bringt. Sehr informativ und eine gute Ausgangsbasis für weitere Studien, falls Interesse dran besteht.

  • Krimi

    Herbarium, giftgrün von Gert Ueding

    Es beginnt mit einer Notiz, die dem Maler Max Kersting bei einer Veranstaltung seiner alten Universität zugespielt wird. Sie wurde, bei einer in einem Hörsaal, totaufgefundenen Studentin entdeckt. Max Kersting soll die Notiz, in der von einem Herbarium die Rede ist, entschlüsseln. Er denkt sich nicht so viel dabei, auch wenn ihn das Rätsel lockt und auch wenn die besagte Studentin unter ungeklärten Umständen gestorben ist. Richtig interessant wird es für ihn, als er noch am selbigen Abend zusammengeschlagen und ihm die Notiz abgenommen wird. Das macht ihn neugierig und wütend … er beginnt zu ermitteln und stößt dabei auf einen Sumpf von Korruption. Der Handel mit Doktortiteln und Gefälligkeitsgutachten ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Und das nicht nur im beschaulichen Tübingen. Doch Kersting stolpert auch noch über die eine oder andere Ungereimtheit. Zum Beispiel Studierende, die sich plötzlich, aus nicht nachvollziehbaren Gründen, sehr verändern und von ihren Familien zurückziehen.

    Gert Ueding war bis 2009 Ordinarius für allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen, kennt also sein Umfeld. Auch das Sujet seines Buches hat Bezug zur Wirklichkeit und gibt genügend Material für Spannung. Leider geht viel davon durch die sehr distanzierte Schreibweise verloren. Die Charaktere wirken konstruiert und nicht wirklich stimmig. Der Protagonist zum Beispiel ist Mitte dreißig, redet und gebärdet sich allerdings eher wie Mitte Fünfzig. Gefühlsintensive Situationen werden nahezu klinisch abgehandelt. Wenn eine Person Wut empfindet, dann möchte ich als Leserin nicht mit „… nun war er wirklich wütend und würde nicht lockerlassen“, abgespeist werden, sondern die Wut des Handelnden spüren. Auch die genauen Herkunftsangaben eines jeden getrunkenen Weines lassen den Spannungsbogen so manches Mal abflachen. Schade drum, denn es ist ein interessanter, spannender Stoff und mit etwas weniger Dekoration und mehr Mut zu Gefühlen, hätte es ein richtig guter Krimi werden können.

  • Einfach schön,  Roman

    Das Wanderkind – AUDE

    Corinne erwartet Zwillinge, doch, nach der ersten Freude, der Schreck, eines der Kinder schrumpft förmlich, während das andere wächst und gedeiht. Eines der Kinder wird lebend auf die Welt kommen, eines tot geboren werden, prophezeit man ihr. Dann die Überraschung, beide Kinder leben. Doch während Hans, groß, stark und gesund ist, ist Benoit klein, schwächlich und kränkelt. Beide Jungen hängen aneinander und verbringen weite Teile ihrer Kindheit in einer nahezu symbiotischen Beziehung, die besonders Hans nach außen verteidigt. Benoit wird von seiner Familie und seinem Umfeld als der Schwächere empfunden. Wird, lange Zeit, als ein Kind mit verminderter Auffassungsgabe gesehen.

    AUDE begleitet die beiden gleichen ungleichen Brüder und ihre Familie in diesem kurzen Buch bis ins Erwachsenenleben.

    Es ist nicht nur die Geschichte dieser beiden Brüder, sondern auch die Geschichte einer Familie und ihrer oft fragilen Beziehungen untereinander. Die Autorin spürt den unterschwelligen Gefühlen mit großer Sensitivität nach. Die Bindung der Brüder, in der sich zeigt, dass der nach außen hin Starke und Laute, nicht wirklich der Stärkere ist, zeichnet sie genau so zart und liebevoll, wie sie klar die Kälte anspricht, mit der Hans sich und seinen Bruder von den anderen Familienmitgliedern abzuschirmen versucht. Doch Benoit, der nur der Kleine genannt wird, ist ein ganz Großer und ist in der Lage so manchen Bruch zu heilen und haltbare neue Verbindungen zu den anderen zu knüpfen.

    Es ist eines der Bücher, die den Leser, die Leserin, tief in der Seele treffen und das man gerne wieder zur Hand nimmt.

    Das Wanderkind von AUDE wurde aus dem kanadischen Französisch von Ina Böhme übersetzt.

    Das Buch stand auf der Shortlist des Prix Ringuet.

  • Krimi,  Kurzgeschichten

    Mörderische Ostsee von Claudia Schmid

    Wenn Zweie eine Reise tun, denn können sie was erleben. Besonders wenn es sich um Edelgard und Norbert Buchmann handelt. Die beiden, eigentlich besonders Edelgard, scheinen Kriminalfälle nur so anzuziehen. So gestaltet sich ihre Reise rund um die Ostsee entsprechend spannend. 11 Stationen und 11 Kriminalfälle. Sie starten in Stockholm und enden in Helsinki.

    Es hat Spaß gebracht, diese Beiden, und streckenweise auch Sohn Julian und die Journalistin Marja, zu begleiten und so nicht nur ein bisschen was vom Baltikum kennenzulernen, dabei in Spannung zu schwelgen ohne selbst in Gefahr zu laufen, dahin gerafft zu werden. Denn das Leben in der Nähe von Edelgard und Norbert ist nicht ungefährlich.

    Die Reisestationen sind sauber recherchiert, die Geschichten spannend, und auch, dass es nicht einfach 11 Kurzgeschichten waren, sondern dass die Autorin sich für einen Überbau entschieden hat, hat mir gefallen.

  • Krimi

    Frostmond von Frauke Buchholz

    In Montreal wird die Leiche einer sehr jungen Cree-Frau angeschwemmt. Sie wurde gefoltert, misshandelt und durch einen aufgesetzten Kopfschuss getötet. Die Sûreté sieht schnell einen Zusammenhang, zu den Morden an indigenen Frauen entlang des Transcanada Highways, und zieht den Profiler Ted Garner hinzu. Dessen Zusammenarbeit mit dem ermittelnden Sergeant Jean-Baptist LeRoux gestaltet sich schwierig. In einem sind die beiden sich allerdings relativ einig, und zwar was die Vorurteile der indigenen Bevölkerung gegenüber betrifft. Sie machen sich äußerst widerwillig an die Aufklärung, schließlich geht es „nur“ um eine Indianerin, die wohl eh niemand vermisst. Doch einer vermisst sie und macht sich alleine auf um Jeanette Maskisin zu rächen.

    Frauke Buchholz greift für ihren Krimi ein wichtiges Thema auf, das wahrlich kein Ruhmesblatt für den Ruf Kanadas als freies, liberales Land ist; denn die Morde an indigenen Frauen entlang des Transcanada Highways sind keine Erfindung, sondern geschehen und die Aufklärung steht nicht gerade hoch oben auf der Agenda der Behörden. Auch im ach so freiheitlichen und offenen Kanada ist Alltagsrassismus nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel.

    Im ersten Drittel des Buches habe ich mich recht schwergetan, weil da ein Ungleichgewicht zwischen der Botschaft und der Geschichte ist. Auch hat mir das Bedienen von Klischees nicht gefallen. Der dauernd fremdgehende, ausgebrannte, zu viel trinkende Franko-Canadier LeRoux, der kopfgesteuerte, seine Gefühle unterdrückende Anglo-Canadier Ted Garner, dessen angebliche Brillanz als Profiler, sich mir im gesamten Buch nicht vermittelte und der nur um eine gute Presse besorgte Leiter der Sûreté. Um einige Beispiele zu nennen. Mehr Gleichgewicht ist wieder vorhanden, wenn sie das Leben im Cree-Reservat beschreibt. Aber eine gewisse Ausgewogenheit fehlte im Grunde dem ganzen Buch. Immer wenn mich die Geschichte zu fesseln begann, kam eine unrealistische Wendung, eine Phrase oder eine Aktion, die mich störte.

    Trotz all meiner Kritik, bin ich froh über dieses Buch und wünsche ihm viele LeserInnen. Doch ich hoffe auch, dass die Autorin in ihrem nächsten Werk, die gleiche Sorgfalt, die sie den realen Fakten einräumt, ihren Charakteren und ihrem Plot zuteil werden lässt.

  • Einfach schön,  Sachliches

    Voll fiese Flora von Monika Geier

    Die meisten in diesem Buch vorgestellten Pflanzen wachsen in unserer unmittelbaren Umgebung. Wer freut sich nicht an Pfaffenhütchen, Goldregen, Petersillie und Konsorten? Doch selten macht mensch sich bewusst, dass einige dieser Pflanzen äußerst gefährlich sein können und nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Nachtschatten und Tollkirsche. Monika Geier kennt sich aus, schließlich schreibt sie Krimis und zwar sehr gute. Acht Stück sind bei Ariadne Argument erschienen.

    Dieses Buch ist aber nicht nur wegen der Informationen ein Schatzkästlein, sondern auch wegen der Illustrationen, die ebenfalls von der Autorin stammen.

  • Roman

    Andrin von Martina Altschäfer

    Susanne ist Schriftstellerin, allerdings verkaufen sich ihre eigenen Werke nicht so, dass sie davon leben könnte und so arbeitet sie zusätzlich als Ghostwriterin. Das läuft auch recht gut, bis sie mit einem Auftrag nicht weiter kommt und sie diesen zurückgeben will. Ihr Verleger lockt sie mit einem Italienaufenthalt, sie geht darauf ein und macht sich auf den Weg. Hier beginnt nun das eigentliche Abenteuer. Durch verschiedene Umstände, beschließt sie zu Fuß einen Bergpass zu überqueren, gerät in ein Unwetter und wird von einem Jeepfahrer namens Andrin mitgenommen. Der bringt sie nach Vogelweh, einem ehemaligen Militärgebiet, in dem alles ein wenig anders zu sein scheint. Andrin lebt dort mit seiner Frau Uta, ab von der Welt, ohne Internet und Handyempfang. Aufgrund der Wetterlage, kann Susanne nicht weiterreisen, sondern muss sich einrichten. Erst ein paar Tage, dann werden es Wochen und schließlich Monate. 

    Vogelweh scheint ein Paradies zu sein, die Hühner legen größere Eier, das Gemüse und Obst gedeiht, dass es eine Pracht ist, die Menschen scheinen langsamer zu altern und das Wasser macht betrunken. Doch auch die Idylle hat ihre Tücken. 

    Martina Altschäfer hat mit Andrin ein äußerst beeindruckendes Debüt hingelegt. Beim Lesen bekam ich regelrecht Sehnsucht nach einem Ort wie Vogelweh. Mir hat sehr gefallen, dass die Autorin nicht für jedes, mystisch scheinende Phänomen, das mit diesem Ort verbunden ist, eine Erklärung liefert. Überhaupt hat mich der Sprachrhythmus sehr angesprochen. Beim Lesen fällt man wunderschön in den Alltag der Protagonist*innen. 

    Martina Altschäfer: Andrin
    Roman

    Mirabilis Verlag, 25. August 2020
    ISBN 978-3-947857-05-0

    Hardcover, Fadenheftung, Schutzumschlag
    mit Zeichnungen von Martina Altschäfer
    280 Seiten; 20 €

  • Kurzgeschichten

    Königin Maud – Land ist geheim von Line Madsen Simenstad – Übersetzt von Ilona Zuber

    Mit der Kurzgeschichten-Sammlung  „Königin Maud – Land ist geheim“, gibt Line Madsen Siemensen ihr literarisches Debüt.

    Auf den ersten Blick sind die Ausgangsszenarien nicht besonders aufregend. Zwei Schwestern unterhalten sich. Die ältere gibt der jüngeren Ratschläge in Sachen Liebe. Nach dem Sommer wird die Ältere ausziehen, also ein Übergang. Eine Mutter und ihr Sohn in ihrer Wohnung in ihrem Alltag, wie gesagt, auf den ersten Blick, doch dann kommen Fragen, sind sie wirklich Mutter und Sohn, warum schirmt die Mutter sie so von der Welt ab? Gerade im Unausgesprochenen, im Nichterzählten lauern das Grauen oder Erlösung. Genau darin besteht die Meisterschaft dieser Autorin, von der es mich freuen würde, mehr zu lesen. Gerne auch einmal längeres.

    Königin-Maud-Land ist geheim, Storys, OT: Dronning Maud Land, Aus dem Norwegischen von Ilona Zuber, ISBN: 978-3-86648-610-2, Preis: 18,00 €

  • Roman

    Miss Marie von Ellen Vahr

    Thea Marie Thoresens Familie hat es nicht leicht im Kriegswinter 1916. Obwohl in Norwegen nicht gekämpft wird, herrscht doch Lebensmittelknappheit, so dass die Bäckerei, die Thea Marie  eines Tages von ihrem Vater übernehmen zu können hoffte, vor dem aus steht. Da kommt ein Angebot von Theas Tante Augusta, sie kann zu ihr nach Amerika kommen und als Dienstmädchen für die Vanderbilts arbeiten, in deren Haushalt Augusta als Köchin tätig ist. Thea Marie trennt sich nur schwer von ihrer Familie und ihrem Liebsten, sieht aber ein, dass sie in Kristiania (Oslo) keine Chance auf Arbeit hat. 

    In Amerika, im Land of the free, angekommen, stellt sie schnell fest, dass die viel besungene Freiheit nicht für Frauen gilt und schon gar nicht für Hausmädchen. Die Hauswirtschafterin der Vanderbilts führt ein harsches Regiment und wer einen Fehler macht ist schnell wieder draußen, ohne Lohn und ohne Zeugnis. Wird ein Mädchen schwanger, egal ob durch eigene Nachlässigkeit oder durch die gar nicht so seltenen Übergriffe durch die Hausgäste, dann muss sie gehen. Thea, die auf Ellis Island schnell zu Marie wurde, begehrt dagegen auf und schließt sich der Frauenbewegung an.

    Es ist Ellen Vahrs zweiter Roman. Ihr Debüt gab sie mit „Die Gabe“ (Übersetzerin) Gabriele Haefs, in der sie sich ebenfalls mit der Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung von Frauen beschäftigt. Beide Bücher sind durch ihre Familiengeschichte inspiriert. Beides sind wichtige Bücher und auch, wenn die Romanform es einfach macht, zu denken, es ist doch nur eine Geschichte, so lasst die Authentizität ihrer Charakter keinen Zweifel daran, des die Ungleichbehandlung von Frauen Teil unserer Geschichte war und auch immer noch ist. Auch wenn viel erreicht wurde. Wir wollen halt nicht nur Brot, sondern auch Rosen.

    Übersetzerin: Gabriele Haefs

    Miss Marie (aufbau-verlag.de)